| PRÄHISTORISCHE ZEIT: 50.000-3500 v. Chr. | |
50.000- 3500 | Werkzeuge, die in der Umgebung Jerusalems gefunden werden, sind Zeugen der frühen Besiedlung des Ortes |
| KANAANITISCHE ZEIT: 3500-1200 v. Chr. (Bronzezeit) | |
| ca. 3500 | Erste Siedlung auf den Anhöhen Jerusalems. |
| 1900-1400 | Jerusalem wird in ägyptischen Texten als Stadtstaat genannt. |
| 1200-1000 | Melkizedek wird in der Bibel als König von Salem erwähnt (Genesis 19:19). Die Israeliten gelangen nach Kanaan und beginnen, das Land zu besiedeln (Moses und Joshua). Jerusalem bleibt in der Hand der Jebusiter, bis König David die Stadt erobert und die heilige Bundeslade nach Jerusalem bringt. Damit wird Jerusalem zum religiösen und politischen Zentrum der Israeliten. |
| DIE ZEIT DES ERSTEN TEMPELS: 1000-586 v. Chr. (Eisenzeit) | |
| 1000 | Errichtung des Ersten Tempels und des Königspalastes durch König Solomon, Sohn König Davids. Es folgt eine Zeit der |
| 925 | Nach dem Tod Salomons spaltet sich das Königreich in zwei Teile: Israel im Norden mit Samaria als Hauptstadt, und Judäa im Süden, dessen Hauptstadt Jerusalem bleibt. |
| 722 | Israel wird von den Assyrern erobert. Jerusalem wird mit Flüchtlingen aus Samaria überflutet. |
| 597 | Nebukadnezar, König von Babylon, erobert Judäa und schickt König. Jojachin und 10.000 Adelige ins Exil. |
| 586 | Nach einer zweijährigen Belagerung nimmt Nebukadnezar Jerusalem ein, tötet König Zedekiah, zerstört den Tempel und führt einen Großteil der Bevölkerung ins Exil. |
| DIE ZEIT DES ZWEITEN TEMPELS: 538 v. Chr. – 70 n. Chr. | |
| 538 | Nach einem Erlass des persischen Königs Cyrus kehren die Israeliten nach Jerusalem zurück und dürfen den Tempel wieder herstellen. Ezra and Nehemiah bauen das jüdische Leben neu auf. |
| 332 | Eroberung durch Alexander den Großen. Nach seinem Tod treten zwei hellenistische Dynastien in der Region hervor: die Ptolemäer in Ägypten und die Seleuziden in Syrien. Jerusalem fällt unter die ptolemäische Herrschaft und genießt eine Zeit des Friedens und der Blüte. |
| 188 | Die Seleuiziden gelangen an die Macht. Eine intensive Hellenisierung führt zu inneren Streitigkeiten in Jerusalem. Antiochus Epiphanes IV. besetzt die Stadt und verbietet die Ausübung der jüdischen Religion, was eine jüdische Rebellion unter der Führung von Judas Makkabäus zur Folge hat. |
| 167 | Jerusalem wird durch die Makkabäer zurückgewonnen. Ein unabhängiges jüdisches Königreich wird wieder wiederhergestellt. Jerusalem wird zur Hauptstadt des hasmonäischen Königreiches. |
| DIE RÖMISCHE ZEIT: 63 v. Chr. -324 n. Chr. | |
| 63 | Nach einen Disput über die hasmonäische Thronfolge führt die römische Einmischung zur Herrschaft Roms. |
| 37 | Herodes wird zum Vasallenkönig der Römer und beginnt mit großartigen Bauprojekten in Jerusalem. |
| 29 n. Chr. | Jesu stirbt am Kreuz. Wenige hundert Jahre später wird Jerusalem zum Zentrum des Christentums. |
| 66-70 | Jerusalem wird durch die Makkabäer zurückgewonnen. Ein unabhängiges jüdisches Königreich wird wieder wiederhergestellt. Jerusalem wird zur Hauptstadt des hasmonäischen Königreiches. |
| 132 | Am Standort Jerusalems wird eine römische Kolonie mit dem Namen Aelia Capitolina errichtet, aus der Kaiser Hadrian die Juden verbannt. |
| 132-135 | Die jüdische Revolte unter der Führung von Bar Kochba wird von den Römern niedergeschlagen. |
| DIE BYZANTINISCHE PERIODE: 324-638 n. Chr. | |
| 313 | Kaiser Konstantin erklärt das Christentum zur gesetzlichen Religion; die Kirche des Heiligen Grabes wird erbaut und christliche Pilger beginnen, in die Stadt zu kommen. Juden ist der Aufenthalt in Jerusalem immer noch untersagt. |
| 361 | Kaiser Julian hebt den Bann auf. |
| 614-628 | Die Perser dringen ein und zerstören die meisten Kirchen im Heiligen Land. |
| 628 | Wiedereroberung durch die Byzantiner; Juden werden erneut verbannt. |
| DIE BYZANTINISCHE PERIODE: 324-638 n. Chr. | |
| 640 | Das Reich der Byzantiner wird durch innere Zwistigkeiten geschwächt und von den Arabern überrannt, die den neuen, von Muhammad gepredigten Glauben verbreiten. |
| 638 | Jerusalem wird von Khaliph Omar eingenommen. Die Stadt wird zum Zentrum von Pilgerfahrten aller drei Religionen; sie wird von den darauffolgenden arabischen Dynastien weiterentwickelt: den Ummajaden, Abbasiden und Fatimiden. |
| 691 | Errichtung des Felsendoms durch den Ummajaden-Khalifen Abd el Malik. |
| 1009 | Christen werden von Khalif Hakim verfolgt. |
| 1071 | Türkische Seltschuken fallen in Jerusalem ein und verursachen in Europa Aufrufe zu Kreuzzügen, um die heiligen Stätten der Christen zu retten. |
| DIE ZEIT DER KREUZFAHRER: 1099-1291 n. Chr. | |
| 1099 | Die Kreuzfahrer besetzen Jerusalem und machen es zur Hauptstadt ihres lateinischen Königreiches. Juden und Moslems werden abgeschlachtet. |
| 1187 | Nach der Wiedereinnahme Jerusalems durch Sultan Salah-ed-Din bleibt Jerusalem 15 Jahre lang in moslemischen Händen. |
| 1229-1244 | Kreuzfahrer versuchen im Verlauf der zweiten Kreuzfahrerperiode, sich erneut in der Stadt niederzulassen, mit nur mäßigem Erfolg. |
| DIE ZEIT DER MAMELUKKEN: 1250 -1517 | |
| 1250 | Die Kaste der Mamelukken kommt in Ägypten an die Macht und erobert im Nachgang dazu Jerusalem. |
| 1260 | Die Mamelukken verteidigen Jerusalem gegen die Horden der Mongolen. |
| 1261 | Die verbleibenden Kreuzfahrer werden von den Mamelukken aus dem Heiligen Land vertrieben. Jerusalem bleibt 260 Jahre lang in den Händen der Mamelukken |
| DIE OSMANISCHE ZEIT: 1517-1917 | |
| 1517 | Die osmanischen Türken lösen die Mamelukken ab. |
| 1520 | Sultan Süleyman der Prächtige errichtet Jerusalems Stadtmauern, wie wir sie heute kennen. Juden lassen sich wieder vermehrt in der Stadt nieder. Es beginnt eine Zeit der Blüte. |
| 1850-1890 | Im 17. Jahrhundert hatte der Niedergang des türkischen Reiches begonnen. Die Juden werden zur Bevölkerungsmehrheit in Jerusalem, und es entstehen die ersten jüdischen Wohnviertel außerhalb der alten Stadtmauern. Die ersten Wellen zionistischer Einwanderer erreichen das Land. |
| DER STAAT ISRAEL | |
| 1948 | Der Staat Israel wird ausgerufen. Im Nachgang zu der darauffolgenden Invasion der Armeen aus den benachbarten arabischen Ländern kämpft Israel seinen Unabhängigkeitskrieg. |
| 1949 | Der westliche Teil Jerusalems wird zur Hauptstadt Israels; die Stadt bleibt bis 1967 zwischen Israel und Jordanien geteilt. |
| 1967 | Nach dem Sieg Israels im Sechs-Tage-Krieg wird Jerusalem wieder vereint. Der Wiederaufbau der Jerusalemer Altstadt beginnt. Die West Bank, der Gazastreifen und die Golanhöhen werden von Israel besetzt. |
| 1973 | Ein Überraschungsangriff der arabischen Nachbarländer führt zum Yom-Kippur-Krieg. |
| 1979 | Zwischen Israel und Ägypten wird ein Friedensvertrag geschlossen (Menachem Begin und Anwar el Sadat). |
| 1982 | Zur Bekämpfung der Terrorangriffe auf israelische Ortschaften im Norden des Landes beginnt ein Krieg im Süden des Libanon. |
| 1991 | Im Nachgang zu der irakischen Aggression gegen Kuwait bricht der Erste Golfkrieg aus, und Israel wird mit Raketen aus dem Irak beschossen. Gegen Ende desselben Jahres beginnen Nahost-Friedensgespräche in Madrid. |
| 1993 | Israel schließt ein Abkommen mit der PLO, das den Palästinensern Autonomie in Jericho und dem Gazastreifen gewährt. |
| 1994 | Zwischen Israel und Jordanien wird ein Friedensvertrag unterzeichnet. |
| 1995 | Israels Ministerpräsident Rabin – der den Friedensprozess auf israelischer Seite gemeinsam mit Außenminister Peres leitete – wird von einem israelischen Extremisten ermordet. |
| 1996 | Benjamin Netanjahu gewinnt die Wahlen im Nachgang zur Ermordung Rabins. Der Friedensprozess verlangsamt sich. |
| 1999 | Ehud Barak wird zum Ministerpräsidenten gewählt und setzt den Friedensprozess wieder an die Spitze der politischen Tagesordnung. |
| 2000 | 2000 Ariel Sharon wird Ministerpräsident und setzt die Gespräche mit Yasser Arafat fort. |
| 2003 | Israel beginnt mit dem Rückzug aus bestimmten Gebieten der West Bank. |
| 2004 | Yasser Arafat stirbt in Paris; sein Nachfolger als Präsident der palästinensischen Autorität wird Abu Maazen. |
| 2005 | 2005 Israel zieht sich aus dem Gazastreifen zurück und errichtet eine Sicherheitsmauer, um Israel vor palästinensischen Selbstmordattentätern zu schützen. |
| 2006 | Die palästinensischen Wahlen ergeben eine große Mehrheit für die Hamas-Partei im Gazastreifen. Die Bewegung genießt den Ruf einer extremistischen Organisation und wird in zahlreichen Ländern als solche eingestuft, darunter auch in den USA. Sechs Jahre sind seit dem Rückzug Israels aus dem Südlibanon vergangen, und während dieser Zeit werden die jüdischen Ortschaften im Norden des Landes immer wieder mit Raketen beschossen. Ein Jahr ist seit dem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen verstrichen. Auch von dort erfolgen immer wieder Angriffe mit Raketen. Zusätzlich zu kontinuierlichen Terroranschlägen und Selbstmordattentaten wird Israel durch zwei Grenzüberfälle überrascht: Im Juni dringen Terroristen, die zur Hamas-Bewegung gehören, nach Israel ein – ein Soldat wird getötet und ein weiterer in den Gazastreifen entführt. Wenige Wochen später dringen Bewaffnete der Hisbollah in den Norden Israels ein, töten zwei israelische Soldaten und entführen zwei weitere in den Libanon. Die Zwischenfälle lösen eine intensive militärische Reaktion aus, die als der Zweite Libanonkrieg bekannt ist. Mitte August wird ein Waffenstillstand erreicht. Trotz der Resolution der UN ist die libanesische Armee nicht in der Lage, eine Wiederaufrüstung der Hisbollah zu verhindern. |
| 2008 | Tausende von Raketen wurden inzwischen im Verlauf der vergangenen beiden Jahre auf die Zivilbevölkerung im Süden Israels aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen abgefeuert. Ein durch Ägypten vermittelter Waffenstillstand bricht im Dezember zusammen. Israels militärische Intervention, Operation, Gegossenes Blei, soll die Abschussrampen der Geschosse im Gazastreifen zerstören. |
| 2010 | U.S. Präsident Barack Obama drängt auf eine Erneuerung der direkten Friedensverhandlungen mit der palästinensischen Autorität in der West Bank. Die fortgesetzte Weigerung der Palästinenser, Israels Existenzrecht anzuerkennen, führt zu einem Stillstand. Direkte Verhandlungen werden abgebrochen. |
| 2011 | Beginnend mit Tunesien, wenden sich die arabischen Nationen in Nordafrika und dem Nahen Osten gegen ihre Regime. Nach Massendemonstrationen und gewalttätigen Angriffen auf Demonstranten werden Regierungen gestürzt oder zum Wandel gezwungen. Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten bemühen sich weiterhin um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern. Israel stimmt einer Zwei-Staaten-Lösung zu, vorausgesetzt, das Existenzrecht des Landes wird anerkannt. Juden und Araber in Jerusalem leben auch weiterhin Seite an Seite, arbeiten zusammen und treiben miteinander Handel. Im Verlauf der vergangenen beiden Jahre ist die Zahl der Terroranschläge auf Israels jüdische Zivilbevölkerung deutlich zurückgegangen. Trotz der politischen Pattsituation erfährt die West Bank ein bedeutendes wirtschaftliches Wachstum. Die Kooperation zwischen Israel und der palästinensischen Autorität findet auf der praktischen Ebene ihre Fortsetzung, und die Menschen hoffen auch weiterhin auf eine friedliche Zukunft. |















