Die Via Dolorosa

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Fast alle Pilger, die das heilige Land besuchen, folgen in Jerusalems historischer Altstadt dem Leidensweg, den Jesus vor fast 2.000 Jahren zurücklegte…

Die Via Dolorosa führt zu den 14 Stationen des Leidensweges Christi in Jerusalem – von der Stelle, an der er verurteilt wurde, und die sich heute im moslemischen Viertel der Altstadt befindet, bis nach Golgatha (Schädelberg), dem Ort seiner Kreuzigung, und zur Begräbnisstätte selbst in der Kirche des Heiligen Grabes im christlichen Viertel.

Der Weg führt durch enge, gewundene Gassen, vorbei an Kirchen, Klöstern und Grotten, durch die Basare der Altstadt und zu Stellen mit besonderem Blick auf das gesamte Areal. All dies ist leicht zu Fuß zu bewältigen.

Während der Jahrhunderte änderte sich der Verlauf des Kreuzweges immer wieder, und die gegenwärtige Strecke wurde vor 700 Jahren durch die Mönche des Franziskanerordens festgelegt. Sie wurden vom Papst zu den Kustoden der heiligen Stätten bestellt.



Pilger auf der Via Dolorosa

Photo: Ron Peled

Die Via Dolorosa beginnt am Löwentor (St. Stephanstor) an der östlichen Seite der alten Stadtmauern und in der Nähe der St. Annenkirche, in deren Krypta der Geburtsort Marias, der Mutter Jesu, verehrt wird. Die Kirche ist die schönste der noch erhaltenen romanischen Kirchen in Jerusalem und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Unter Saladin diente sie als Koranschule, und von den Osmanen wurde sie als Pferdestall benutzt, weil man das Gebäude für verflucht hielt. 1856 übergab der türkische Sultan das Gebäude Napoleon III., und kurz darauf wurde die Kirche den Weißen Vätern übertragen.

Die erste Station der Via Dolorosa befindet sich im Hof der moslemischen al Omariyah Schule für Mädchen am Nordende des Tempelberges. Früher hatte dort die römische Festung Antonia gestanden. Die Franziskanerkapelle der Verurteilung und die Kapelle der Geißelung stellen die zweite Station des Kreuzweges dar. Hier wurde Jesus das Kreuz auferlegt, das er zur Stätte seiner Hinrichtung tragen musste.

Da führten sie Jesus von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war frühe; und sie gingen nicht in das Richthaus, damit sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen könnten.

Johannes 18, 28.

Weiter geht es vorbei am Ecce Homo Bogen – benannt nach dem Spruch des Pontius Pilatus, bevor er sein Urteil fällte – auf das Österreichische Hospiz zu. Das Hospiz wurde 1869 von Kaiser Franz Joseph eingeweiht, als er sich auf dem Weg zur Eröffnung des Suezkanals befand. 1939 wurde es von den Briten als „deutsches“ Eigentum beschlagnahmt und wurde zum Internierungslager für deutsche, österreichische und italienische Geistliche. Nach 1948 nutzte es die jordanische Armee als Lazarett, und im Verlauf des Sechs-Tage-Krieges diente es der israelischen Armee als Spital. Erst 1985 an wurde es an Österreich zurückgegeben.

Direkt gegenüber liegt neben dem armenisch-katholischen Patriarchat die dritte Station in einer polnischen Kapelle. Hier brach Jesus zum ersten Mal unter der Last des Kreuzes zusammen. Ganz in der Nähe ist die vierte Station, in der armenisch-katholischen Kirche auf der al Wahd Straße. Das Oratorium der Franziskaner kennzeichnet die fünfte Station des Kreuzweges.



Das Österreichische Hospiz an der Via Dolorosa

Photo: Ron Peled

Die französische Veronikakirche ist die sechste Station – die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch den berühmten italienischen Architekten Antonio Barluzzi wiederhergestellt, der zahlreiche Kirchengebäude im heiligen Land restaurierte. In der Kapelle der Franziskaner an der Ecke des Suq Khan es Zejt befindet sich die siebte Station.

Alle weiteren Stationen liegen an oder in der Kirche des Heiligen Grabes im christlichen Viertel der Jerusalemer Altstadt. Das Kreuz in der Wand des griechischen Klosters an der Rückseite der Grabeskirche kennzeichnet die achte Station. Vorbei am koptischen Patriarchat führt der Weg zur neunten Station auf das Dach der Kirche. Diese Station befindet sich im kleinen Kloster der orthodoxen äthiopischen Kirche, Deir-al-Sultan. Das Kloster ist seit 2004 einsturzgefährdet, seine Wiederherstellung wird jedoch allem Anschein nach durch den Anspruch verhindert, den die koptische Kirche auf das Dach der Kirche erhebt.



Der Teich von Bethesda

Photo: Ron Peled

Im Inneren der Kirche liegen die vier letzten Stationen auf engem Raum beieinander. Direkt am Eingang neben dem zugemauerten Tor befindet sich in der Kapelle der Kleiderverteilung Station Nummer zehn. Zur elften Station führt eine steile Steintreppe in den oberen Teil der Kirche zu einer römisch-katholischen und einer griechisch-orthodoxen Kapelle an der Stelle Golgathas, beide prächtig geschmückt. Die zwölfte Station wird durch eine Grube unterhalb eines griechisch-orthodoxen Altars markiert. Der große Salbungsstein auf dem Boden des Vestibüls der Grabeskirche stellt die dreizehnte Station dar. Der Überlieferung zufolge wurde der Körper Jesu hier auf das Begräbnis vorbereitet.  

Das Grab Jesu ist die vierzehnte und letzte Station. Die Grabeskapelle oder Ädikula steht linker Hand hinter dem Salbungsstein. Das Grab selbst ist mit einer 300 Jahre alten Struktur aus Holz und Stein überbaut. Es liegt direkt unterhalb des Doms, der Rotunde, durch deren rundes Fenster das Tageslicht eindringt. Hier wartet stets eine lange Reihe von Pilgern auf Einlass in den engen Grabraum.

Die 14 Stationen der Via Dolorosa sind an den Wänden zahlreicher katholischer Kirchen überall auf der Welt dargestellt. Sie helfen den Gläubigen, den Leidensweg Jesu nachzuvollziehen – ob sie nun selbst nach Jerusalem reisen oder nicht.

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