Das Hospiz steht in der Nähe des Damaskustores. Es wurde 1858 fertiggestellt und ist seit 1863 in Betrieb. Seither versteht es sich als Kulturträger Österreichs im Orient. Anlässlich der Eröffnung des Suezkanals im Jahre 1869 machte Kaiser Franz Joseph – der in seinem Land zusätzlich den Titel „König von Jerusalem“ führte – auch in Jerusalem einen Besuch und stieg in der neuen Pilgerherberge ab. Knapp hundert Jahre danach fand sich König Hussein von Jordanien 1961 zu einer Visite ein.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1918) diente das österreichische Hospiz als Residenz des österreichischen Konsuls, der auch als Schirmherr katholischer und jüdisch-aschkenasischer Bewohner der Stadt amtierte. Danach wurde es von den Briten als anglikanisches Waisenhaus benutzt.
Auch der Zweite Weltkrieg brachte Veränderungen, als das Gebäude 1939 von Grossbritannien als feindliches Eigentum beschlagnahmt und als Internierungslager für österreichische, deutsche und italienische Geistliche benutzt wurde. Im Verlauf des israelischen Unabhängigkrieges richtete die jordanische Armee 1948 hier ein Lazarett ein, das sich später in ein Krankenhaus verwandelte.
Während des Sechs-Tage-Krieges wurde die Herberge 1967 von der israelischen Armee besetzt und in der Folge als Spital benutzt. Erst 1985 wurde es an die Erzdiözese Wien zurückgegeben und steht seit 1988 wieder als Pilgerherberge zur Verfügung. Zudem ist es heute Einsatzstelle des österreichischen Auslandsdienstes. Das Hopiz ist bei Besuchern und Einheimischen bekannt und beliebt für sein „Wiener Kaffeehaus“ und dessen Speisekarte: Apfelstrudel und Sachertorte, Wiener Schnitzel und Gulaschsuppe. Das Kaffeehaus ist die ganze Woche hindurch von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.
Adresse:
Via Dolorosa 37
P.O.B. 19600
IL-91194 Jerusalem
Tel.: +972-2-626 58 00
E-Mail: office@austrianhospice.com
















